Peter Reiß zum Austausch bei der AWO Schwabach

20. November 2025

Der Austausch mit Verbänden und Vereinen ist besonders wichtig, ganz speziell auch für Peter Reiß, der erneut für das Amt des Oberbürgermeisters kandidiert.
Zusammen mit Dr. Rezarta Reimann, Iris Ehrlenbach und Carola Scherbel besuchte Peter Reiß die AWO Schwabach. Horst Weckerlein, 1. Vorsitzender des Ortsvereins sowie Leiter des Hermann-Vogel-Pflegezentrum berichtete umfassend von den täglichen Problemen in seinem Bereich. Die Bevölkerung wird immer älter, der Bedarf an Pflegeplätzen immer größer. Gleichzeitig steigt das Problem des Fachkräftemangels massiv an. Im täglichen Arbeiten müssen Ausfälle durch Krankheit kompensiert werden, was leider bedeutet, dass die Arbeit auf die Schultern der anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verteilt werden muss. Dies führt unweigerlich zu Überforderung und Frust. Der Anteil, der Mitarbeitenden mit Migrationshintergrund ist mittlerweile sehr hoch, selbst aus Vietnam kommen diese mit Hilfe von Agenturen, die auf das Anwerben im Ausland spezialisiert sind. „Ohne die Hilfe all derer, wäre der Betrieb nicht am Laufen zu halten,“ so Horst Weckerlein. Die AWO ist nahezu bis zur Grenze des Möglichen bemüht den Ankommenden zu helfen. Herr Weckerlein und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter suchen Wohnungen, begleiten bei Amtsbesuchen und versuchen Sprachbarrieren zu überbrücken. „Der Fachkräftemangel ist sicher eines der größten Probleme unserer Zeit auch im Hinblick auf die zu erwartenden Abgänge der Boomer. Das trifft den sozialen Bereich genauso wie den Städtischen“, so Peter Reiß. Die Stadt mit ihren Institutionen hilft tatkräftig bei der Integration der ausländischen Mitarbeitenden. Fehlender Wohnraum kann und wird bereits in Zusammenarbeit mit der GEWOBAU gesucht, die derzeit händeringend auf neue Fördergelder des Freistaates wartet um weitere Bauprojekte realisieren zu können. Es gibt den Integrationsrat, der hilft das Einleben in Deutschland zu erleichtern. Aber auch das Haus der Begegnungen der Integrationsstiftung mit ihrer Leiterin Dr. Rezarta Reimann mit vielfältigen Angeboten, wie u.a. Sprachkursen, um langfristig ein gutes gesellschaftliches Klima und Miteinander sicherzustellen.
Ein weiterer Aspekt in der Pflege ist der Kostenfaktor. Derzeit zahlen die Bewohnerinnen und Bewohner ca 70% der Unterbringungskosten des Pflegeheims, die Pflegeversicherung 30%. Da kommen monatlich leicht EUR 3200,00 auf die zu Pflegenden zu. Viele können solche Summen, wenn überhaupt, dann nur kurze Zeit selbst bezahlen, der Rest muss vom Bezirk, und damit finanziert aus Steuergeldern, übernommen werden. „Das kann nicht mehr lange gut gehen, wir brauchen einen wirklichen Paradigmenwechsel in der Pflege“, resümierte Herr Weckerlein.
Erfreulicher betrachtet werden kann das Vereinsleben des Ortsvereins der AWO Schwabach. Ein tolles Team aus Ehrenamtlichen organisiert Veranstaltungen für die Mitglieder. So ist der Verein vertreten auf dem Schwabacher Weihnachtsmarkt, bietet Tanznachmittage und Badefahrten in Thermen an. „Ehrenamt ist ein besonders wichtiger Beitrag zum Geschehen in der Stadt, ob im Verein, in der Nachbarschaftshilfe oder bei der Schwabacher Tafel. Vieles gelingt nur, wenn Menschen bereit sind mit anzupacken. Das hat die Stadt erkannt und dazu auch die Kontaktstelle Bürgerengagement mit z.B. dem Markt der Engagementmöglichkeiten geschaffen.“, so Peter Reiß.

awo

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